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Rumänien

Seniorenhaus in Gheraesti

In dem großen Flächendorf Gheraesti – 10 km nördlich von Roman - entsteht zur Zeit ein Seniorenhaus mitten im Ort, direkt neben der Kirche und dem Kindergarten.
Dieses ist ein Segen für die alten Menschen: Denn viele von ihnen stehen vor der Situation, dass sie arm, alt und pflegebedürftig geworden sind, ihre Kinder im Ausland arbeiten müssen, um den Lebensunterhalt zu verdienen und sich nicht um sie kümmern können, oder dass eine angemessene Betreuung und Pflege in ihrer Wohnung nicht machbar ist.
Damit sie in etwa in ihrer gewohnten Umgebung und der vertrauten familiären Atmosphäre der Dorfgemeinschaft bleiben können, hat der Caritasverband Roman für diese Leute ein kleines Seniorenhaus mit 16 Plätzen entwickelt und erstellt es zur Zeit.
Wiederholt konnten wir aus Spendenmitteln der Bevölkerung die Fertigstellung dieses wichtigen Hauses bereits ein wenig fördern. Insbesondere werden wesentliche Teile der Bad- und WC-Installationen durch Unterstützung aus Dinslaken gewährleistet werden können.
Die Bilder zeigen den Baufortschritt des Hauses im Stand vom Mai 2008. Zum Herbst hin könnte es bezugsfertig sein.

Theo van Doornick

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Bürgermeisterin Sabine Weiss besucht das Rumänien-Packteam

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Bürgermeisterin Sabine Weiss besucht das Rumänien-Packteam

Caritas-Zentrum Roman, Region Moldau, Ost-Rumänien „hinter den Karpaten“

Seit Juli 1992 unterstützt die Pfarrgemeinde Heilig Blut die Menschen in der Diözese Iasi im äußersten Nordosten Rumäniens hinter den Karpaten. Diese Region liegt infrastrukturell abseits der Verkehrs- und Wirtschaftsströme. Inflation und Insolvenz der letzten noch arbeitenden Großbetriebe verschärfen die wirtschaftliche Lage der Menschen dramatisch.

 In den Jahren 1998 bis 2000 gelang es, gemeinsam mit den rumänischen kirchlichen Partnern in Roman (Kreis Neamt) ein vollständig neues Caritas-Zentrum zu errichten. In mehreren mehrwöchigen ehrenamtlichen Einsätzen haben Handwerker aus Dinslaken gemeinsam mit den örtlichen rumänischen Kollegen die Installation der Wasser-, Strom-, Gas-, Heizungs- und Entwässerungsleitungen nach europäischem Standard vorgenommen. Ein bautechnisch hochqualifiziertes Haus ist entstanden.

 Es enthält eine Armenapotheke, eine Zahnarztpraxis, ein Sprech- und Behandlungszimmer für einen Hausarzt, 2 Räume für den ambulanten Pflegedienst, Küche und Besprechungsraum für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Lagerraum für Hilfsgüter, 2 Zimmer für persönliche Gespräche für Hilfesuchende sowie 2 Spezialräume für Physiotherapie (z.B. Förderung nach Schlaganfall etc.)

Ein Team von etwa 20 Mitarbeitern steht größtenteils ehrenamtlich für die caritativen Dienste zur Verfügung. Diese sind für die Menschen in Roman und Umgebung besonders wichtig, weil die soziale Lage des Großteils der Bevölkerung himmelschreiend schlecht ist. Die Hälfte der Familien haben keine Arbeit und somit kein geregeltes Einkommen. Nicht wenige Väter oder junge Männer arbeiten große Teile des Jahres im Ausland (Israel, Italien, Deutschland, Irland etc.), um den Lebensunterhalt ihrer Familie versuchen zu sichern. Krankheiten und Lebensunterhalt, Kleidung und Lebensmittel werden für viele zunehmend unbezahlbar. Familien mit Kindern sowie alte und kranke Menschen sind besonders betroffen.

Die Sozialstation der Caritas ist die einzige für 350.000 Menschen. Gemeinsam mit einigen italienischen Pfarrgemeinden unterstützen wir das Engagement in diesem Haus. Jedes Jahr im Frühsommer fährt ein Transport mit erforderlichen Hilfsgütern von Dinslaken , Heilig Blut, zum Caritas-Zentrum Roman; darüber hinaus sind regelmäßig Geldmittel erforderlich, um die Arbeit der Mitarbeiter zu finanzieren, sofern sie – wie viele Menschen der Umgebung – kein weiteres Einkommen haben.

Wieder Hoffnung für die Landbevölkerung:
                      Caritas-Filiale in Sagna erfolgreich errichtet

An dieser Stelle können wir eine kleine Sensation vermelden: Während des Sommers 2005 ist es dem engagierten Caritas-Team um Pfarrer Cristian Galatanu tatsächlich gelungen, eine Filiale der Caritassozialstation Roman im 10 Kilometer entfernten Ort Sagna zu errichten. Sie ist ein Segen für die Menschen dieses Ortes und der 5 umliegenden Dörfer. Bedürftige Menschen bzw. ihre Angehörigen oder Nachbarn müssen nun nicht länger jedes Mal zu Fuß den Weg in die Stadt Roman machen, um Medikamente oder andere Hilfsgüter zu holen, da sie kein Geld für den Bus haben; bei winterlichen Witterungsbedingungen (-15°, Wind, Schneeverwehungen), wie wir sie aktuell im Januar bei unserem Besuch dort erlebt haben, sind solche „Gänge“ selbst dem Härtesten nicht zumutbar. Auch ist die medizinische und pflegerische Versorgung der etwa 100 Patienten dieser dörflichen Umgebung durch die neue Filiale in Sagna leichter und ortsnäher zu gewährleisten. Die Bedingungen zur Errichtung dieses kleinen Zentrums waren nahezu ideal: Die Kommune in Gestalt des beliebten und sehr rührigen Bürgermeisters Gheorghe Iacob stellte das Grundstück in zentraler Lage zur Verfügung, Sponsoren u.a. aus dem Bistum Münster – auch aus Dinslaken – stellten die finanzielle Grundversorgung sicher, viele Handwerker und andere Fachleute arbeiteten oftmals um Gotteslohn – und das Wetter spielte optimal mit. Kurzum: Nach 6 Monaten Bauzeit steht ein „Haus der Hoffnung“ für die arme Bevölkerung zur Verfügung, in dem es eine Apotheke, eine Zahnarztpraxis, Räume für die häusliche Krankenpflege und für die Physiotherapie gibt.

Am 30. April 2006 hat Bischof Petru Gherghel aus Iasi mit dem kirchlichen Segen im Rahmen eines Dorffestes das Haus seiner Bestimmung übergeben. Die ganze Bevölkerung war auf den Beinen, um der feierlichen Zeremonie beizuwohnen. Die Glückwünsche aus Deutschland (Münster und Dinslaken) überbrachten Domkapitular Dieter Geerlings im Namen von Bischof Reinhard Lettmann und Pfarrer Theo van Doornick im Namen der Dinslakener Bevölkerung.
So ganz sind noch nicht alle Kosten dieses Projektes aufgebracht. Darum: Wenn Sie helfen können – worum wir Sie auf diesem Wege bitten-, kann dies geschehen auf das
             Konto 102017021 der Volksbank Dinslaken-Voerde-Hünxe (BLZ 35261248).
Spendenquittung erfolgt umgehend!

Für den Rumänienkreis Heilig Blut Dinslaken: Theo van Doornick

Ein Teil des Teams der häuslichen Krankenpflege; in  der Mitte Direktor Christian Galatanu, rechts im Bild Geschäftsführer Bogdan Martinas.
Wenn es nicht den Mut von Caritas Roman gäbe, wären diese Kinder nicht geboren worden.
Frauenhaus in Piatra-Neamt
Arme und alte Menschen warten vor der Caritasapotheke in Roman In der Zahnarztpraxis
Außenansicht des Caritaszentrums Roman; das Caritaswappen findet sich auch in der Parkplatzpflasterung...

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22 Tonnen Hilfsgüter sind gut in Rumänien angekommen

Herr Franke stets hilfsbereit

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Dinslaken. – Roman.
Das war Rekord. Noch nie wurde ein Hilfstransport nach Ostrumänien so schnell erfolgreich auf die Beine gestellt. Er wurde dringend erforderlich, weil 15 Dörfer in der Region Moldau im Grenzgebiet zur Ukraine und Moldawien Anfang August vom schlimmsten Hochwasser aller Zeiten heimgesucht wurden. Mehrere Tausend Menschen waren evakuiert worden, ungezählte Häuser wurden unbewohnbar und müssen als Lehmbauten abgerissen werden. Viele der an sich schon armen Menschen dieser Gegend standen praktisch vor dem Nichts.
In dieser Situation wandte sich das Caritasteam aus Roman mit der Bitte um ganz konkrete und schnelle nachhaltige Hilfe über den Rumänienkreis Heilig Blut an die Dinslakener Bevölkerung.
Und die brachte innerhalb von 5 Tagen (!) 22 Tonnen Hilfsgüter zusammen. Dies waren in erster Linie Kleidung, Bettwäsche und Schuhe, aber eben auch insgesamt 150 (!) Kartons mit Küchensachen und Geschirr.
In fieberhafter Eile wurden die Sachen von fleißigen Händen sortiert und in Bananenkartons verpackt, von außen einzeln rumänisch beschriftet und auf Paletten gepackt. Am Ende wurden 2000 Kartons daraus.
Allein schon die Ankündigung bei den Freunden des Caritasteams in Roman, in Kürze werde ein Hilfstransport aus Dinslaken eintreffen, löste unbändige Freude aus. Und wirklich, gut drei Wochen nach dem Spendenaufruf (unsere Zeitung berichtete), stand der Transport abfahrbereit.
Inzwischen wurden alle Sachen auf anderthalb Sattelzüge verladen, haben die Reise nach Ostrumänien über 2100 km gut überstanden und werden zur Stunde - rechtzeitig vor dem Winter - über die Kirchengemeinden und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Caritasverbandes Roman direkt an die Bedürftigen verteilt.
Für das Dinslakener Team war es interessant, zu erfahren, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor Ort nicht untätig waren:
Während in Dinslaken der Transport vorbereitet wurde, waren die Caritasleute tagelang in den Dörfern unterwegs, um sich im einzelnen vor Ort über die Notlagen zu informieren, mit den jeweiligen Bürgermeistern und dem Gesundheitsamt bis ins Detail die Situation und die erforderliche Hilfe zu erörtern und z.B. genau namentlich aufzulisten, welche Familie oder alleinstehende alte und kranke Menschen welche Art Hilfe benötigen. Sie erreichen damit, dass die jeweiligen Hilfsgüter auch tatsächlich den Menschen zukommen, die sie wirklich benötigen, und nicht denen, die am lautesten schreien oder über die besten Kontakte verfügen.
In bewegenden Worten bedankte sich Pfarrer Cristian Galatanu als Caritasdirektor von Roman am Telefon bei Pfarrer Theo van Doornick für die wirksame und schnelle Hilfe aus Dinslaken.
Diesen Dank namens des Caritasteams und der durch die Flutkatastrophe schwer getroffenen Menschen in der Umgebung von Roman gibt der Rumänienkreis Heilig Blut auf diesem Wege von ganzem Herzen an die Bevölkerung Dinslakens und Umgebung für die großzügige materielle und auch finanzielle Unterstützung weiter!
Nachhaltige Hilfe ist weiter von Nöten. Sie kann erfolgen auf Kto. Nr. 102017021 bei der Volksbank in Dinslaken, Stichwort „Rumänienhilfe Dinslaken“. Eine Spendenquittung geht umgehend zu.
    

 Theo van Doornick